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Geschichte
Die Geschichte der Sprachheilschule Wabern wiederspiegelt stichwortartig die vielfälftige Entwicklung von der Gründung 1824 bis heute.
| 1824 | Landvögtin Maria Salome Brunner-von Jenner und ihre Freundin Maria Henriette von Graffenried gründen die Privat-Taubstummenanstalt für Mädchen in der Enge in Bern mit 8 Mädchen. |
| 1828 | Umzug in das Brunnaderngut „Bei der Linde“ |
| 1833 | Umzug in den „Böhlenstock“, Brunnadern. Inzwischen ist der Bestand auf 17 Mädchen angewachsen. |
| 1874 | Hohe Mietzinse und die Entstehung der Militärbauten auf dem nahen Beundenfeld sind Gründe für den Umzug nach Wabern, dem heutigen Sitz der Sprachheilschule Wabern. Für 71'000 Franken wechselt das 12’357 m2 umfassende Anwesen in den Besitz der Privat-Taubstummenanstalt. |
| 1924 | Neubau des heutigen Hauptgebäudes. Im Internat leben zwischen 75 und 79 Mädchen. |
| 1930 | Höchstbestand von 87 Mädchen. Die Einführung des Jodsalzes und die Verbesserung der medizinischen Versorgung führen innerhalb der nächsten zehn Jahre zu einer Verminderung der Taubheit um 60 Prozent. |
| 1940 | Die Taubstummenanstalten Münchenbuchsee und Wabern treffen eine Vereinbarung zur Trennung der Schülerinnen und Schüler nach Begabung. Wabern spezialisiert sich auf schwächere Kinder. Der Rückgang der Taubheit führt dazu, dass neu Schwerhörige und Hörende mit Sprachgebrechen aufgenommen werden. |
| 1941 | Die ersten drei Knaben treten in die Institution ein. Sie heisst jetzt Taubstummenanstalt Wabern. |
| 1948 | Bereits machen die Knaben die Hälfte der 58 Kinder aus. |
| 1951 | Das ehemalige Haupthaus wird abgebrochen und das neue Mädchenhaus erstellt. |
| 1960 | Die Einführung der Eidgenössischen Invalidenversicherung bringt den Eltern und der Institution finanzielle Entlastung. Bund und Kanton gewährleisten die Übernahme des Defizits. Die Besoldung der Mitarbeitenden kann jener des Kantons angeglichen werden. |
| 1961 | Die erste Logopädin wird angestellt. |
| 1973 | Schrittweise werden vier neue Häuser gebaut, das Hauptgebäude umgebaut und das Angebot auf achtzig bis neunzig Plätze ausgelegt. |
| 1983 | Einführung der Ergo- und Physiotherapie |
| 1994 | Eröffnung der Werkklasse |
| 1995 | Einführung des Berufsreifungsjahrs (10. Schuljahr) |
| 1999 | Eröffnung der Sprachheil-Basisstufe in Langenthal |
| 2007 | Umfassende bauliche Massnahmen am Hauptgebäude und im Sternenhaus |
| 2008 | Die Invalidenversicherung zieht sich als Folge der neuen Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen aus der Finanzierung zurück. Der Kanton übernimmt bis 2012 die alleinige Defizitgarantie im bisherigen Rahmen. Bis dahin sollen zwischen dem Kanton und den Institutionen neue Verträge ausgearbeitet werden. |
| 2010 | Die Sprachheilschule Biel-Seeland mit 50 Kindern und 20 Mitarbeitenden wird unter das Dach der Stiftung Sprachheilschule Wabern überführt. |
| 2011 | Am 1. Januar 2011 erhält die Trägerschaft der Sprachheilschulen Wabern, Biel-Seeland und Langenthal mit Sitz in Wabern den Namen Salome Brunner-Stiftung. |